Die jüngsten Entwicklungen
in Italien haben Investoren weltweit deutlich daran erinnert, warum
Risikoaktiva in der Eurozone immer billig erscheinen; existenzielle Bedrohungen
für die Eurozone sind nie weit entfernt. Die aktuellen Turbulenzen kommen nach
einer Periode außerordentlicher Ruhe und Gewinne für die Märkte und Wirtschaft
der Eurozone, welche durch den Sieg von Macron im vergangenen Jahr angetrieben
wurde.
Italien scheint für Neuwahlen
vorbestimmt zu sein, die für viele die Wahl zwischen der Demokratie und einer
autoritären Staatsführung bedeuten, mit dem Potenzial, einen Sommer der
Unzufriedenheit zu erzeugen. Ob die italienischen Wähler, die für populistische
Parteien gestimmt haben, sich durchsetzen und einen Weg einschlagen werden, der
die weitere Mitgliedschaft Italiens im Euro bedroht, bleibt abzuwarten.
Unabhängig davon und in Anlehnung an die Botschaft des Vereinigten Königreichs
muss die europäische Elite sicherlich akzeptieren, dass eine Reform notwendig
ist. Wenn es nicht gelingt, einige der Ungleichgewichte zu korrigieren, verurteilt
dies Europa regelmäßig zu einer Version dieser Krise und dazu, dass die
Vermögenswerte der Eurozone im Vergleich zu ihren globalen Konkurrenten mit
einem Abschlag gehandelt werden.
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