Dieser Tag gilt als Meilenstein der globalen
Umweltpolitik. In Erinnerung an diese Konferenz wurde der 5. Juni zum
Weltumwelttag erklärt. 50 Jahre später fällt die Bilanz jedoch ernüchternd aus:
„Es wird knapp, die ganz große Klimakatastrophe abzuwenden“, so der
Weltklimarat im Sommer letzten Jahres.
Welche
Verantwortung trägt die Finanzbranche?
Dass Nachhaltigkeit nicht mehr ignoriert
werden darf, ist mit Verabschiedung des EU-Aktionsplans der Branche bewusst.
Damit wurde ein „Nischen-Thema“ von Boutiquen zum „Mainstream“ bei großen Asset
Managern. Derweil befinden sich große Marktteilnehmer in einer schwierigen Lage
aus Versprechungen, Wortbruch und drohenden Sanktionen. Aber nicht nur die EU,
sondern auch die Vereinten Nationen haben mit der Formulierung der 17
Nachhaltigkeitsziele eine wichtige Agenda auf den Weg gebracht. Es überrascht uns
als auf Nachhaltigkeit spezialisierten Asset Manager jedoch immer wieder, wie
wenig diese Ziele außerhalb der Finanzbranche bekannt sind. Eine Erklärung
hierfür könnte in der Komplexität der Ziele liegen, was aber dem vagen Begriff
der Nachhaltigkeit sehr gerecht wird. Die 17 Ziele reichen von „Geschlechtergleichheit“ über „Sauberes Wasser“ hin zu „Kreislaufwirtschaft“. Nicht jedes Thema
richtet sich direkt an Aktiengesellschaften, wie beispielweise „Frieden, Gerechtigkeit und starke
Institutionen“. Hier sind eher Regierungen gefordert. Andere Ziele
lassen sich jedoch von börsengelisteten Unternehmen gut umsetzen.
Nachhaltigkeit
in unseren Fonds
Für unsere beiden Aktienfonds werden fast
ausschließlich Firmen gewählt, die einen deutlich positiven Beitrag zu den 17
Zielen leisten. Und das ist gar nicht so einfach, denn es kommt sowohl auf das
Geschäftsmodell als auch den Nachhaltigkeitsprozess im Unternehmen an. Nur wenn
beides vom Management umgesetzt wird, kann auf die 17 Ziele eingewirkt werden.
Dies lässt sich am Beispiel der
dänischen Novo Nordisk veranschaulichen:
Rund 85% der Umsätze des Unternehmens entfallen auf Diabetes-Medikamente, eine Erkrankung,
die ohne Behandlung zu schweren Herz-, Blut- und Nierenschäden führt. Novo
Nordisk leistet als Marktführer seit rund 100 Jahren Pionierarbeit in der
Diabetesforschung und hat damit eine direkte positive Wirkung auf die
Gesundheit der Menschen bzw. das Ziel 3 der Vereinten Nationen,
Gesundheitsrisiken zu senken. Mit dem Einsatz von 100% erneuerbarem Strom bei
der weltweiten Produktion erzielen die Dänen bereits seit zwei Jahren eine
positive Wirkung auf das Klima und treffen „Maßnahmen zum Klimaschutz“, wie es
in Ziel 13 der UN formuliert wird. Bis spätestens 2045 strebt Novo Nordisk eine
Nullemissionsstrategie auf der gesamten Wertschöpfungskette an. Als
Zwischenziel bis 2030 setzt man sich eine Nullemission auf allen
Transportwegen.
Vor allem Firmen der Gesundheitsbranche
stechen mit einer stark positiven Wirkung auf die UN-Ziele heraus. Zu nennen
sind weiterhin Medtronic als Spezialist
für u.a. Herzschrittmacher, Defibrillatoren, Herzklappen, Stents oder der
Hörgerätehersteller Cochlear und das
Medizintechnikunternehmen Coloplast
(Stoma- und Kontinenzversor-gung).
Aber auch Umweltdienstleister wie Befesa (Recycling von Gefahrenstoffen) oder
Tomra (Sammel-Systeme wie Leergutrücknahme,
Abfallverwertung) erreichen sowohl über ihr direktes Geschäftsmodell eine
positive Wirkung im Sinne der UN-Ziele als auch über Nachhaltigkeit in ihrem
Leistungsprozess.
Sauberes Wasser
Beim Beauty-Konzern L’Oréal spielt Wasser eine große Rolle. Das französische Unternehmen hat seinen höchsten Beitrag bei Ziel 6 und will in den nächsten 7 Jahren seinen Wasserkreislauf zu 100% recyclen.
Apropos L’Oréal, wussten Sie, dass 70%
des C02-Fußabdrucks von Haarshampoo auf die Verwendung und das
Erhitzen von 8 Liter Wasser entfallen, die man zum Ausspülen des Shampoos
benötigt? Deshalb entwickelt L’Oréal ein Produktangebot an Trockenshampoos,
denn hiermit können auch Verbraucher ihren eigenen „C02-footprints“
senken.
Unsere
Verantwortung
Perspektive Asset Management ist eine seit
Jahren auf Nachhaltigkeit spezialisierte Boutique. Im Rahmen eines integrierten
Investmentprozesses beschäftigen wir uns seit Gründung mit der Analyse von
Nachhaltigkeit in den Unternehmen. Wichtig ist hierbei die übergreifende
positive Wirkung auf die 17 UN-Ziele. Wir analysieren, inwiefern diese
Unternehmen beispielsweise an die Interessen der Mitarbeiter denken und inwiefern
sie ausreichend Transparenz geben, denn manche Unternehmen müssen sich noch
verbessern. Dafür gibt es ein strenges Regelwerk: So ist für uns bedeutend,
dass auf ein Versprechen des Unternehmensmanagements auch Taten / Umsetzungen
folgen. Natürlich braucht es für diesen Prozess mehr Zeit als ein oder zwei
Quartale, doch nach ein bis zwei Jahren sollen Fortschritte sichtbar werden.
Ein bedeutendes Kriterium, wenn es darum geht, neben der bilanziellen Bewertung
die Entwicklungsperspektiven eines Unternehmens im Wettbewerbsumfeld zu
beurteilen.
Hier können Sie das Inside als PDF downloaden.
Weitere
Informationen und den Risikohinweis finden Sie auf unserer Internetseite: www.perspektive-ag.com
Die vorliegenden
Inhalte stellen lediglich eine allgemeine Information dar und sind nicht als
Anlageempfehlung oder als eine Einladung zur Zeichnung oder ein Angebot zum
Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen zu verstehen.
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