Auch wenn Ausmaß
und Geschwindigkeit noch nicht feststehen – die Europäische Zentralbank nimmt
Kurs auf eine Zinswende. Renditejäger sollten nun auf der Hut sein. Möchten sie
ihr Geld zu einem späteren Zeitpunkt neu anlegen, müssen sei unter Umständen
niedrigere Erträge akzeptieren. Treffen kann dies vor allem die Anhänger von
Tagesgeld und Festgeld, die beispielsweise im kommenden Jahr neue Angebote
suchen. Wer Anleihen hält, die in den nächsten Monaten zurückgezahlt werden, könnte
ebenfalls in die Zinsfalle laufen.
In dieser Situation liegt es nahe, sich das aktuelle
Renditeniveau für einen längeren, individuell passenden Zeitraum zu sichern.
Wer dies möchte, wirft einen Blick auf die iBonds von iShares. Der größte
Vermögensverwalter der Welt hat kürzlich zwei neue ETFs lanciert, die im
Dezember 2029 (ISIN: IE000IHURBR0) und im Dezember 2030 (ISIN: IE000LX17BP9)
auslaufen. Die Besonderheit dieser Produktreihe liegt in der Begrenzung der
Laufzeiten. Beide börsengehandelten Indexfonds enthalten nahezu ausschließlich
verzinsliche Wertpapiere, die in den o.g. Jahren zur Rückzahlung anstehen.
Hierdurch kann die erwartete Rendite per Laufzeitende relativ präzise
abgeschätzt werden. Diese liegt für beide Fonds bei etwas mehr als 3,6 Prozent
jährlich (Stand: Anfang Juni 2024). Die Gebühren fallen mit 0,12 Prozent p.a.
moderat aus.
Die beiden iBonds repräsentieren 210 bzw. 177 auf Euro
lautende Unternehmensanleihen und werden durch Abbildung eines entsprechenden
Indexes (Sampling) nachgezeichnet. Die Ausschüttungen erfolgen quartalsweise.
Eine Investition beinhaltet die segmenttypischen Chancen und Risiken. So stellt
sich der prognostizierte durchschnittliche jährliche Ertrag nur ein, wenn
sämtliche Unternehmen ihre Papiere regelmäßig bedienen und bei Fälligkeit
tilgen. Aufgrund der breiten Streuung und der Konzentration auf Investmentgrade-Titel
erscheint das Emittenten-Risiko indes überschaubar. Erwähnenswert ist auch,
dass ein ESG-Screening erfolgt.
Während der Laufzeit von aktuell fünfeinhalb bzw.
sechseinhalb Jahren werden die ETFs im Kurs schwanken. Den größten Einfluss übt
hier im Regelfall das allgemeine Renditeniveau aus. Sinken die Zinsen für
Euro-Unternehmensanleihen mit vergleichbaren Bonitäten und Laufzeiten, gleichen
dies die begebenen Titel durch Kurszuwächse aus. Steigen die Zinsen hingegen
wider Erwarten, stellen sich Kurseinbußen ein. Wer seine ETFs vorzeitig
abstößt, realisiert somit einen zusätzlichen Ertrag – oder erleidet umgekehrt eine
entsprechende Einbuße.
Der Anbieter iShares hatte im vergangenen Jahr erstmals
hierzulande Renten-ETFs mit fixen Laufzeiten angeboten. Auf dem Markt sind
bereits kürzer laufende iBonds, die in den Jahren 2025, 2026, 2027 oder 2028
zur Rückzahlung anstehen. Dieses breite Spektrum ermöglicht es Anlegerinnen und
Anlegern, ihre Renteninvestments vergleichsweise präzise zu steuern. Dabei
können die individuellen Liquiditätsbedürfnisse ebenso einfließen wie die
eigenen Erwartungen hinsichtlich Zinsentwicklung. Wer weniger an sinkende Kapitalmarktrenditen
glaubt, kann kürzere Laufzeiten bevorzugen. Wer hingegen einen kräftigeren
Rückgang erwartet, dürfte die neuen iBonds mit den länger laufenden Zinstiteln
bis 2029 bzw. 2030 bevorzugen.
Disclaimer
Marketingdokument – Kapitalanlagen sind grundsätzlich mit Risiken
verbunden. Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Investmentfonds und
Finanzinnovationen wie z.B. Anlagezertifikate können steigen oder auch fallen.
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