Faule Äpfel
auszusortieren
Die Dividende sei der neue Zins hieß es lange Zeit. Doch hat die
Corona-Krise gezeigt, dass die Unternehmen ihre Ausschüttungen an die Aktionäre
auch kürzen oder streichen können. Auf lange Sicht dürften Anleger mit stabilen
Dividendenaktien dennoch besser fahren als mit Zinsanlagen, sofern sie die
Kursschwankungen aushalten können. Darauf verweist Sebastian Müller, der beim First Private Euro Dividenden STAUFER in
Dividendentitel aus der Eurozone investiert.
Müller mag Unternehmen, die ihre regelmäßigen Ausschüttungen aus
dem operativen Geschäft zahlen können, ohne dafür ihre Reserven anzapfen zu
müssen. „Am wichtigsten ist es aber, dass die Dividende nicht negativ
überrascht“, sagt Müller. Denn falls ein Unternehmen seine Dividende kürzen
muss, fällt sein Aktienkurs überproportional stark.
Daher hat der Fondsmanager von First Private ein quantitatives
Modell entwickelt, um derartig „faule Äpfel“ auszusortieren. Im Portfolio hält
er 50 rund Aktien, die momentan im Schnitt eine Dividendenrendite von rund fünf
Prozent bieten und günstiger bewertet sind als die Titel im Euro Stoxx 50
Index. Sein Kalkül: Falls die Inflationserwartungen steigen oder ein Impfstoff
zugelassen wird, könnten seine Titel wieder deutlich zulegen.
In den vergangenen zehn Jahren war der Staufer-Fonds mit einer
jährlichen Rendite von 5,3 Prozent immerhin der beste Fonds in der Kategorie „Aktienfonds
Eurozone Dividenden“.
Tabelle: Aktienfonds
Eurozone Dividenden
Portfolio:
First Private Euro Dividenden STAUFER
Länder
20,3 % Deutschland
19,0 % Frankreich
17,1 % Niederlande
11,8 % Italien
10,6 % Finnland
Sektoren
24,2 % Finanzen
18,0 % Industrie
16,0 % Versorger
11,7 % Verbraucherservice
07,1 % Grundstoffe
Einzelwerte
3,5 % Metso
3,4 % Deutsche Post
3,3 % UPM Kymmene
3,2 % Ahold Delhaize
3,1 % Red Electrica
Stichtag: 30.09.2020; Quelle: First Private
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